Tipps

Erste Schritte

Vor dem Abschicken Ihrer Bewerbung sollten Sie mit dem Stellenanbieter per Telefon oder E-Mail Kontakt aufnehmen. So erhalten beide Seiten wichtige Anhaltspunkte, um die gegenseitige Eignung schon zum Vornherein besser zu beurteilen.

  • Telefongespräch: Überlegen Sie vor dem Anruf, welche Informationen Sie bekommen möchten und auch welche Fragen Ihnen gestellt werden könnten.
  • E-Mail: Achten Sie gut auf Ihre Formulierungen, denn hier gelten die gleichen Höflichkeitsformen wie in einem Brief.
  • Erläutern Sie kurz und prägnant wer Sie sind (Name, Alter, etc.) und was Sie bisher gemacht haben (Ausbildung, Abschlüsse, sonstige Kenntnisse).
  • Geben Sie auch deutlich an, auf welche Anzeige Sie sich bewerben.
  • Notieren Sie den Namen der Person, mit der Sie Kontakt hatten.

Nehmen Sie am besten innerhalb von kürzester Zeit nach dem Erscheinen der Stellenanzeige mit dem Stellenanbieter entweder telefonisch oder per E-Mail Kontakt auf.

  • Lesen Sie das Inserat genau durch und machen Sie sich Notizen bezüglich Firma, Produkt, Aufgabe, Anforderungen und Arbeitsbedingungen.
  • Stellen Sie danach Ihre Bewerbungsunterlagen zusammen, in denen Sie einen Bezug herstellen zwischen den Anforderungen und Ihren Tätigkeiten. Erläutern Sie, dass Sie das geforderte Profil erfüllen oder sogar übertreffen.
  • Bitten Sie um einen Gesprächstermin, um die Stelle und Ihre Qualifikationen besprechen zu können.
  • Vermeiden Sie Ihre Gehaltsvorstellungen anzugeben, auch wenn Sie im Inserat dazu aufgefordert werden.
  • Halten Sie fest, dass Sie sich beim Unternehmen zu einem bestimmten Zeitpunkt telefonisch melden werden.
  • Erkundigen Sie sich nach dem Namen der Kontaktperson und schicken Sie Ihre Unterlagen an diese.
  • Legen Sie Kopien von den verlangten Dokumenten wie Lebenslauf, Zeugnisse, etc. bei. 
  • Ohne ausdrückliche Aufforderung legen Sie weder Foto noch Handschriftprobe bei.
  • Senden Sie einen kurzen Brief, in dem Sie Ihr Interesse erläutern und um Kontaktaufnahme bitten.
  • Verschicken Sie keine Unterlagen, bevor Sie nicht wissen, wer hinter der Chiffreanzeige steckt.
  • Bevor Sie Ihre Bewerbungsunterlagen versenden, nehmen Sie Kontakt auf. So können Sie prüfen, ob Sie den Anforderungen entsprechen und wenn nicht, haben Sie sofort die Gelegenheit, sich nach weiteren offenen Stellen zu erkundigen.
  • Versuchen Sie ein Gesprächstermin mit der Person zu vereinbaren, die Ihre Bewerbung dem Unternehmen zustellt. Versichern Sie sich aber, dass der Personalberater vom Unternehmen auch tatsächlich bezahlt und beauftragt ist und aus diesem Grund auch in dessen Interesse arbeitet. Verhalten Sie sich beim Gespräch mit dem Personalberater genau wie bei einem Vorstellungsgespräch.
  • Sie können auch ohne Stellenanzeige den Kontakt mit Personalberatungen aufnehmen. Sie können Ihre Unterlagen dort kostenlos deponieren. Achten Sie darauf, dass Ihre Unterlagen nur mit Ihrer Zustimmung an ein Unternehmen verschickt werden.

Schriftliche Bewerbung

  • Denken Sie daran, dass Ihre Bewerbungsunterlagen ein echtes Bild Ihrer Persönlichkeit vermitteln müssen. Schreiben Sie in Ihrem eigenen Stil.
  • Eine Bewerbung beinhaltet Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse.
  • Verwenden Sie einen grossen Umschlag, die Unterlagen nicht falten.
  • Versenden Sie die Bewerbung nicht als Eilsendung oder Einschreiben.
  • Unbedingt ausreichend frankieren.
  • Verwenden Sie eine gut lesbare und seriöse Schriftart (z.B. Times Roman, Arial).
  • Verwenden Sie weisses Papier mit mindestens 80g/m2 und A4 Format.
  • Benützen Sie nur dezente Schnellhefter und keine Klarsichthüllen.
  • Legen Sie Kopien von Zeugnissen und anderen Unterlagen in guter Qualität bei
  • Gestalten Sie Ihre Bewerbung ansprechend und übersichtlich.
  • Eine «richtige» Länge für den Lebenslauf gibt es nicht. Verfassen Sie ihn jedoch klar, kurz, prägnant und übersichtlich.
  • Schreiben Sie Ihre Bewerbung auf dem Computer (ausser eine handschriftliche Bewerbung wird verlangt).
  • Stellen Sie Fotos und Handschriftproben nur auf Verlangen zu.
  • Wenn Sie ein Foto beilegen, so kleben Sie dies rechts oben auf den Lebenslauf

Ihre Adresse

  • Vollständige Anschrift mit Telefonnummer (privat und geschäftlich), Faxnummer, E-Mail-Adresse
  • Oben und linksbündig (Standard)
  • Anregung: Kreation eines persönlichen Briefkopfes mit der vollständigen Adresse


Adresse des Empfängers

  • Korrekte Nennung des Firmennamens
  • Name des zuständigen Mitarbeiters (beim Erstkontakt notieren)
  • Vier Leerzeilen unter Ihrer Adresse


Datum

  • Linksbündig (Standard), kann zwischen Ihrer Adresse und den Betreff platziert werden


Betreff

  • Aussagekräftiger Betreff
  • Berufsbezeichnung bzw. Schlagwort des Inserates
  • Referenznummer der Anzeige mit Erscheinungsdatum des Inserates
  • Fett, linksbündig und ohne das Wort «Betreff»


Anrede

  • Korrekt ist: «Sehr geehrte Frau Meier» oder «Sehr geehrter Herr Meier»
  • Wenn die Person unbekannt ist, dann «Sehr geehrte Damen und Herren»
  • Keine Schreibfehler im Namen! 
  • Nach dem Betreff erneut zwei Leerzeilen


Hauptteil

  • Begründung, warum Sie sich für dieses Unternehmen interessieren. Stellen Sie einen Bezug her zwischen den geforderten Anforderungen und Ihren Tätigkeiten.
  • Die Qualifikationen, die Sie zu bieten haben. Derzeitiger Stand Ihrer Ausbildung bzw. Ihre derzeitige Tätigkeit.
  • Eine Aufforderung zur Kontaktaufnahme. Z.B. «Ich würde bei einem Gespräch mit Ihnen gerne über eine mögliche Zusammenarbeit sprechen und erlaube mir, Sie nächste Woche zur Vereinbarung eines Termins anzurufen».
  • Hauptteil kurz und präzise (4 bis 8 Sätze)


Gruss und Unterschrift

  • Korrekt: «Freundliche Grüsse»
  • Unterschrift zwischen der Grussformel und Ihrem Namen
  • Unterschrift eigenhändig und mit Tinte oder Kugelschreiber

Der Lebenslauf soll kurz und knapp gehalten sein. Ein stichwortartiger Überblick über den beruflichen und privaten Werdegang hat sich durchgesetzt. Ein tabellarischer Lebenslauf ist übersichtlich und deshalb gerne gesehen.

  • Ein guter Lebenslauf gibt Antwort auf die folgenden Fragen:

    • Welches sind Ihre Qualifikationen (Ausbildung und Berufserfahrung)? 
    • Was haben Sie bisher geleistet?
    • Welche Stellen haben Sie bisher besetzt.

  • Wichtig ist vor allem eine lückenlose Biographie. «Weisse Stellen» machen misstrauisch.
  • Eine «richtige» Länge für Ihren Lebenslauf existiert nicht. Richtig ist, dass Sie in knapper Form die wichtigsten Informationen auflisten, ihn überzeugend schreiben und klar darstellen.
  • Platzieren Sie Daten auf der rechten Seite, denn Ihre Funktionen, Positionen und Titel sollten hervorstechen und somit auf der linken Seite aufgelistet sein.
  • Zögern Sie nicht, Publikationen, Patente, Projekte oder andere Erfahrungen als Beilage zu Ihrem Lebenslauf mitzuliefern.

 

Bausteine

  • Persönliche Daten:

    • Vorname, Name
    • Adresse/Telefon/Fax/E-Mail
    • Alter (besser als Geburtsdatum; Sie ersparen dem Arbeitgeber das Rechnen)
    • Familiensituation (nur Zivilstand, nicht Ihr ganzes Privatleben)
    • Nationalität
    • Militär  und Zivildienst

  • Freiwillige Angaben:

    • Religionszugehörigkeit
    • Name und Beruf des Ehepartners
    • Zahl und Alter der Kinder

  • Ausbildung:

    • Ausbildungsart
    • Ausbildungsfirma/Institution (mit Ortsangabe)
    • Abschluss und Berufsbezeichnung

  • Ausbildung bei Hochschulabgängern:

    • Typen der besuchten Schulen (Grundschule überflüssig)
    • Jahr des Schulabschluss
    • Hochschule(n) samt Studienfächer und Abschlüssen

  • Freiwillige Angaben für Uni-Abgänger:

    • Studienschwerpunkte
    • Thema der Abschlussarbeit

  • Berufspraxis und Weiterbildung:

    • Bisherige Tätigkeiten und Arbeitgeber (vollständige Firmenbezeichnung, Branche, Anzahl Mitarbeiter, Niederlassung)
    • Kurzbeschreibung der derzeitigen Position (Funktionsbezeichnung, Hauptverantwortungen, besondere Erfolge, aussergewöhnliche Leistungen)
    • Berufliche Weiterbildung (alles, was mit der Berufspraxis zusammenhängt)
    • Ausserberufliche Weiterbildung (zum Beispiel Fremdsprachenkurse)
    • Publikationen, Artikel, Patente

  • Besondere Kenntnisse und Interessen:

    • Fremdsprachen
    • EDV-Kenntnisse
    • Führerschein
    • Ehrenamtliches oder soziales Engagement
    • Auslandsaufenthalte

 

Der chronologische Lebenslauf

Von der Ausbildung bis zur heutigen Tätigkeit: Für Einsteiger ins Berufsleben und für Personen mit einer lückenlosen, gleichmässigen beruflichen Entwicklung

  • Persönliche Daten
  • Ausbildung
  • Berufspraxis/Weiterbildung
  • Besondere Kenntnisse und Interessen

 

Der Anti-chronologische Lebenslauf

  • In umgekehrter Zeitfolge, von heute rückwärts bis zur Ausbildung: Für alle, die den Beruf gewechselt haben, die langjährige berufliche Erfahrungen haben (mehr als 15 Jahre), die oft die Stelle gewechselt haben oder die lange in demselben Unternehmen tätig waren.
  • Persönliche Daten
  • Berufliche Erfahrungen (umgekehrte Reihenfolge)
  • Praktika
  • Ausbildung und Weiterbildung
  • Besondere Kenntnisse und Interessen

 

Thematischer Lebenslauf

  • Funktionsbezogene oder thematische Anordnung der Qualifikationen: Für alle, die einen Laufbahnwechsel anstreben und die ihre wichtigsten Erfahrungen speziell hervorheben wollen. Ebenfalls geeignet für Personen, die oft die Stelle gewechselt haben oder diejenigen, die sich hauptsächlich auf einen Arbeitsbereich konzentriert haben.
  • Berufskenntnisse (Fachgebiete mit je 2–3 erzielten Erfolgen)
  • Berufserfahrung
  • Ausbildung und Weiterbildung
  • Besondere Kenntnisse und Interessen
  • Persönliche Daten
  • Je verantwortungsvoller die berufliche Tätigkeit ist, desto wichtiger sind die Referenzen.
  • Zwei bis drei Referenz-Angaben genügen.
  • Geben Sie nur Personen an, die eingewilligt haben, Auskünfte zu erteilen.
  • Fragen Sie nur die Personen an, die wirklich von Ihren Stärken berichten werden.
  • Referenzen von ehemaligen Vorgesetzten werden stärker gewichtet als jene von Arbeitskollegen.
  • Stellen Sie Ihren Referenzgebern Ihren Lebenslauf zu, damit diese wissen, welche Punkte sie hervorheben sollen.
  • Informieren Sie Referenzgeber über jede Bewerbung. Teilen Sie mit, welche Fähigkeiten an der entsprechenden Stelle besonders wichtig sind.
  • Kleiden Sie sich wie für ein Vorstellungsgespräch.
  • Achten Sie auf Ihre Mimik und Ausdruck.
  • Optimal wirkt ein Foto von einem Berufsfotografen.
  • Kleben Sie das Foto oben rechts auf Ihren Lebenslauf oder auf die «dritte Seite».
  • Nehmen Sie ein aktuelles Foto.
  • Beschriften Sie das Foto auf der Rückseite.

Weitere Möglichkeiten, die klassischen Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Foto, Zeugnisse, etc.) effektiv zu ergänzen:

  • Deckblatt
  • Inhaltsverzeichnis
  • Einleitungsseite
  • «Dritte Seite»
  • Anlagenverzeichnis
  • Evtl. Handschriftprobe
  • Unstimmiges im Schriftbild, im Schrifttyp oder im Seitenlayout.
  • Schlechte Kopien, Flecken auf den Unterlagen, schlechtes Papier, schlechtes Bewerbungsfoto, Verbesserungen (überschrieben, überklebt).
  • Stilistische, grammatikalische und orthografische Mängel.
  • Unübersichtlich gegliederter und unlogischer Aufbau des Lebenslaufs.
  • Nicht zusammengeheftete Unterlagen.
  • Zweiseitig beschriebenes Papier.
  • Unerklärte Lücken in der Zeitabfolge des Lebenslaufs.
  • Unvollständige Angaben zur Person.
  • Senden von nicht ausreichend frankierten Bewerbungsunterlagen

Online-Bewerbung

  • Der Eintrag ins Betreff-Feld entscheidet, ob Ihr E-Mail geöffnet wird oder nicht. Schreiben Sie etwas Eindeutiges, z.B. «Bewerbung auf Inserat Nr. XXXX».
  • Stellen Sie nach Möglichkeit im Vorfeld fest, ob das Unternehmen eine traditionelle oder eine Online-Bewerbung vorzieht.
  • Ist in der Anzeige ein Ansprechpartner angegeben, so beziehen Sie sich auf diesen.
  • Ist ein Bewerbungsformular vorhanden, so nutzen Sie es. Gibt es keines, so senden Sie Anschreiben und Lebenslauf als Attachement mit.
  • Senden Sie keine Serienbriefe, sondern verfassen Sie Ihre individuelle Bewerbung.
  • Stellen Sie Ihre positiven Eigenschaften in den Vordergrund.
  • Vermeiden Sie Sonderzeichen, aber auch unseriöse Anreden, Tippfehler, «Smilies» usw...
  • Verweisen Sie darauf, dass weitere Bewerbungsunterlagen nachgereicht werden.
  • Machen Sie eine Kopie Ihrer Bewerbung, um jederzeit nachzusehen, was Sie geschrieben haben.
  • Verwenden Sie nicht Ihre Geschäfts-E-Mail-Adresse als Absender, wenn Sie schon einen Job haben. Wenn doch, dann erwähnen Sie, dass Sie heute wirklich in diesem Unternehmen arbeiten und Sie um Ihre Kündigung kein Geheimnis machen.
  • Leeren Sie regelmässig Ihr E-Mail-Postfach, um ja nicht die Antwort zu verschlafen.
  • Schreiben Sie an eine persönliche E-Mail-Adresse oder an die E-Mail-Adresse der Abteilung.
  • Fügen Sie einen kurzen Lebenslauf bei, um die eigenen Qualifikationen zu beschreiben.
  • Verweisen Sie darauf, dass Sie Zeugnisse, Referenzen und Arbeitsproben bei Bedarf nachsenden werden, bzw. im Vorstellungsgespräch mitnehmen. Bereiten Sie diese Unterlagen bereits vor.
  • Vergessen Sie nicht, Ihre eigene Anschrift, die Telefonnummer und die E-Mail-Adresse anzugeben.

Die inhaltliche Form entspricht einer klassischen Bewerbung per Post: Anschreiben, Lebenslauf, Informationen über persönliche Daten, vorhandene Berufserfahrung, besondere Qualifikationen und Berufsvorstellungen.

  • Wählen Sie eine klare und deutliche Betreffzeile, damit Ihr E-Mail überhaupt gelesen wird.
  • Schreiben Sie an eine persönliche E-Mail-Adresse oder an die E-Mail-Adresse der Abteilung.
  • Schicken Sie komplette Bewerbungsunterlagen als Anhang nur in Formaten für gängige Textverarbeitungsprogramme, im Zweifelsfall speichern Sie Ihre Unterlagen im RTF-Format ab.
  • Versenden Sie keine E-Mails, die grösser sind als 250 Kilobytes.
  • Anstatt Zeugnisse zu scannen, machen Sie besser darauf aufmerksam, dass Sie die Kopien der Originale gerne nachsenden.
  • Schreiben Sie im E-Mail zu Beginn, wer Sie sind, um welche Stelle es sich handelt, welche Dateien angehängt werden und mit welcher Software sie sich öffnen lassen.
  • Vergessen Sie ja nicht, Ihre E-Mail-Adresse im Dokument zu integrieren.
  • Beschränken Sie sich auf etwa 5 Seiten Umfang, denn der Empfänger muss diese ja auch ausdrucken.

Manche Unternehmen stellen Online-Fragebögen auf ihrer Website bereit und der Bewerber kann somit über eine Eingabemaske seine Daten direkt eingeben. Das Unternehmen bedient sich einem solchen Fragebogen meist um das Bewerbungsverfahren zu vereinfachen. So kann die Zeitspanne von der Stellenausschreibung bis zur Besetzung der Stelle erheblich reduziert werden. Dem Bewerber wird jedoch die Möglichkeit genommen, sich individuell zu präsentieren.

  • Wenn das Formular nicht zweckmässig ist, senden Sie eine Bewerbung zusätzlich per E-Mail oder per Post.
  • Diese Form der Online-Bewerbung ist eine gute Möglichkeit, seine Bewerbung effektiver zu gestalten. Kreative und Internetinteressierte Personen haben dadurch Gelegenheit, sich von anderen abzuheben.
  • Je klarer Inhalt und Struktur, desto überzeugender die Hompage.
  • Informieren Sie mindestens im selben Umfang wie bei einer schriftlichen Bewerbung.
  • Nutzen Sie die zusätzlichen Darstellungsmöglichkeiten: Grafik, Verlinkungen, Download von Unterlagen, etc.
  • Persönliche und innovative Merkmale dürfen herausstechen.
  • Beachten Sie, dass die Homepage all Ihre Daten öffentlich zugänglich macht.

Für den Bewerber

  • Kurze E-Mail-Bewerbungen sind eine zusätzliche, unverbindliche Kontaktform.
  • Die Online-Bewerbung unterliegt weniger strikten Konventionen als eine klassische Bewerbung. Es ist manchmal nicht mehr nötig, Bewerbungsmappen zu erstellen. 
  • Eine Online-Bewerbung zeigt, dass Sie neue Kommunikationsmittel beherrschen.


Für das Unternehmen

  • Kurze E-Mails ersetzen Standardschreiben.
  • Das Unternehmen kann viel schneller auf eine Bewerbung reagieren.
  • Dank der Verbindung von Internet und Intranet fällt die manuelle Datenerfassung von Bewerbungsinformationen weg.
  • Interessante Bewerber-E-Mails werden schnell auf elektronischem Weg an die entsprechenden Abteilungen weitergeleitet.
  • Eine elektronische Vorselektion nach definierten Kriterien verkürzt die Bearbeitungsdauer und den Aufwand der Personalabteilung.

Für den Bewerber

  • Nicht immer sind Homepages und E-Mail-Adressen auf dem neuesten Stand. Gegenüber einer klassischen Bewerbung schränkt eine E-Mail-Bewerbung die Gestaltungsmöglichkeiten ein.
  • Nicht alle Unternehmen fragen regelmässig ihre E-Mails ab.
  • Technische Probleme oder die Angst vor Viren können dazu führen, dass nicht alle E-Mails – vor allem nicht die Attachments– gelesen werden.
  • E-Mails können in falsche Hände geraten.


Für das Unternehmen

  • Unternehmen können leicht von Bewerbungen überflutet werden, da die offenen Stellen im Internet leichter ersichtlich sind.
  • Oft fehlt das nötige Know-How und die technischen Voraussetzungen im Unternehmen, um einen wirklichen Nutzen aus Online-Bewerbungen zu ziehen.

Vorstellungsgespräch

Im Vorstellungsgespräch will der Arbeitgeber herausfinden, ob der Bewerber ins Unternehmen und ins Team passt. Umgekehrt sollte der Bewerber herauszuhören versuchen, ob die angestrebte Stelle für Ihn wirklich geeignet ist. Es geht auch um fachliche Kompetenz – aber ebenso sehr um den gegenseitigen umfassenden Eindruck.


Ziele für den Bewerber:

  • Einen zutreffenden Eindruck vermitteln
  • Informationen erhalten
  • Ein Feedback erhalten
  • Die bisherigen Vorstellungen vom Unternehmen, von der offenen Stelle überprüfen
  • Salärvorstellungen überprüfen


Ziele für den Arbeitgeber: 

  • Das Firmenimage fördern
  • Für das nötige, geeignete Personal sorgen

Eine gute Vorbereitung ist bereits der halbe Weg zu Ziel!

  • Gehen Sie Ihren Lebenslauf vorher genau durch, um allfällige kleine Lücken zu erklären und um eine gute Selbstdarstellung zu bieten.
  • Informieren Sie sich über das Unternehmen, um im Gespräch ganz gezielte Fragen stellen zu können. Wissenswerte Punkte: Branche, wirtschaftliche Situation, Gewinnzahlen, Zielmärkte, Produkte, Standort, Position im Markt, Ruf des Unternehmens, Konkurrenz, die Wachstumschancen, etc.
  • Bereiten Sie sich auf Fragen über Ihre Stärken und Schwächen vor.
  • Bereiten Sie sich gut auf die Frage vor, welches Gehalt Sie erwarten.
    Berufsverbände geben Auskünfte über übliche Gehälter.
  • Bereiten Sie sich auf Fragen über Ihre persönliche Situation vor: Wie ist meine Familiensituation? Bin ich bereit, meinen Wohnort zu wechseln? Bin ich bereit, viel unterwegs zu sein.
  • Bereiten Sie sich auch auf Fragen über Ihre persönlichen Ziele vor: Welche Lebensziele habe ich? Welche beruflichen Ziele habe ich? Welche Gehaltsvorstellungen habe ich? Wie sehe ich mich in fünf Jahren?
  • Aufwärmphase/Einleitungsphase: Dem Bewerber soll die Nervosität genommen werden (z.B. Hatten Sie eine gute Fahrt?). An dieser Stelle sollte der Bewerber sich bedanken.
  • Selbstvorstellung von Interviewer und Bewerber.
  • Lebenslaufanalyse und biographiebezogene Fragen: Der Bewerber wird nach seinen Motiven, seiner Ausbildung, beruflichen Entwicklung und persönlichen Situation gefragt.
  • Informationen über Tätigkeit und Aufgabengebiet: Der Arbeitgeber informiert nun den Bewerber über das Unternehmen und den Arbeitsplatz.
  • Nun bekommen Sie die Gelegenheit Fragen zu stellen. Bereiten Sie ein paar Fragen vor.
  • Gesprächsschluss mit Besprechung über das weitere Verbleiben.
  • Grundsätzlich gilt: Geben Sie sich so, wie Sie sind, und nicht wie es von Ihnen erwartet wird.
  • Seien Sie pünktlich! Schauen Sie den Weg vorher auf dem Stadtplan genau an. Berechnen Sie Strassenverkehr in Ihren Zeitplan ein und seien Sie lieber etwas zu früh.
  • Bestätigen Sie den Gesprächstermin telefonisch oder schriftlich.
  • Wählen Sie Ihre Kleidung sorgfältig aus, denn der erste Eindruck ist entscheidend.
  • Sprechen Sie Ihren Gesprächspartner mit Namen an, das zeigt Ihr Interesse. Achten Sie auf Augenkontakt während des Gesprächs. Sitzen Sie ruhig auf Ihrem Stuhl.
  • Schauen Sie während des Gesprächs nicht auf die Armbanduhr.
  • Achten Sie auf Ihre Haltung.
  • Seien Sie höflich und freundlich zu allen, denen Sie begegnen
  • Lassen Sie sich von Ihrem Gegenüber einen Platz zuweisen und legen Sie Ihre Unterlagen nicht auf dessen Tisch.
  • Versuchen Sie entspannt zu sprechen. Zeigen Sie Offenheit und Selbstvertrauen durch Lächeln und einen angemessen festen Händedruck bei der Begrüssung.
  • Strahlen Sie Optimismus aus, ohne zu übertreiben.
  • Prahlen Sie nicht, seien Sie jedoch auch nicht zu schüchtern.
  • Antworten Sie ruhig und überlegt. Sind Sie unsicher bei einer Frage, fragen Sie lieber noch mal nach, so gewinnen Sie Zeit zum Nachdenken.
  • Wenn Sie nervös sind, dann überspielen Sie es nicht. Besser ist es zu sagen, was Sie empfinden, denn Ehrlichkeit, Offenheit und Glaubwürdigkeit zahlen sich im Vorstellungsgespräch aus.
  • Sprechen Sie niemals über persönliche Probleme, denn damit schwächen Sie Ihre Chancen.
  • Führen Sie keine Monologe, sondern fassen Sie sich kurz.
  • Versuchen Sie die Zusammenfassung Ihres Lebenslaufs flüssig und interessant vorzutragen. Sprechen Sie klar und deutlich.
  • Konzentrieren Sie sich auf Ihre Erfahrungen, Ergebnisse und Problemlösungskapazitäten.
  • Seien Sie ein guter Zuhörer und Beobachter.
  • Zeigen Sie echtes Interesse und Begeisterung.
  • Betonen Sie, dass Sie Ihre Leistungen gut in ein Team einbringen können, denn Kompetenz alleine reicht nicht aus.
  • Werden Sie z.B. nach Ihrer Diplomarbeit gefragt, sollten Sie mehr als nur den Titel nennen können. Versuchen Sie in zwei bis drei Minuten das Wesentliche so zusammenzufassen, dass es Ihr Gesprächspartner auch dann verstehen kann, wenn er nicht vom Fach ist.
  • Sprechen Sie nie negativ über Ihren aktuellen oder früheren Arbeitgeber. 
  • Sehen Sie sich nicht als das Opfer an. Sie können das Gespräch aktiv mitsteuern.
  • Stellen auch Sie Fragen. Vermeiden Sie jedoch Themen wie Urlaub, Überstunden etc.

Versuchen Sie, auf die nachfolgenden Fragen spontan klare Antworten zu geben.

  • Welches sind Ihre Stärken und Schwächen?
  • Worin liegt Ihre fachliche Kompetenz?
  • Erzählen Sie mal etwas über sich selbst!
  • Schildern Sie kurz Ihren beruflichen Werdegang.
  • Warum wollen Sie für unser Unternehmen arbeiten?
  • Was wissen Sie über unser Unternehmen?
  • Was hat Sie im Inserat angesprochen?
  • Warum sollten wir Sie einstellen?
  • Worauf legen Sie Wert im Beruf?
  • Welchen Führungsstil bevorzugen Sie?
  • Wie sieht Ihre persönliche Situation aus: Herkunft, Elternhaus, Familie, ... ?
  • Welche Erwartungen haben Sie
  • Welche praktischen Erfahrungen haben Sie?
  • Warum wollen Sie Ihre bisherige Stellung aufgeben?
  • Welche Gehaltsvorstellungen haben Sie?
  • Wie erfolgreich waren Sie bisher?
  • Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag an Ihrer derzeitigen Stelle aus?
  • Wie verhalten Sie sich in schwierigen Situationen am Arbeitsplatz? Können Sie ein Beispiel nennen?
  • Sind Sie bereit, sich einarbeiten zu lassen?
  • Haben Sie einen eigenen Entscheidungs-  und Verantwortungsbereich?
  • Wie würden Sie Ihr Verhältnis zu Ihren Vorgesetzten umschreiben?
  • War die Zusammenarbeit mit den Kollegen gut? Wo gab es Schwierigkeiten? 
  • Sind Sie eher ein Einzelkämpfer oder ein Teamplayer? 
  • Welches war die grösste Schwierigkeit, die Sie mit Erfolg überwunden haben?
  • Welches waren die bedeutendsten Erfolge in Ihrer beruflichen Laufbahn? 
  • Wie organisieren Sie Ihre Arbeit?
  • Was hat Ihnen gut gefallen an Ihren bisherigen Stellen?
  • Würden Sie Ihren heutigen Beruf wieder wählen? Welches sind Ihre längerfristigen Ziele? Haben Sie noch andere Stellen in Aussicht? Welcher Art? Besteht ein Zeitdruck?

Die bewusst falsche oder unvollständige Antwort auf Fragen berechtigt den Arbeitgeber in der Regel zur Anfechtung des Arbeitsvertrages wegen arglistiger Täuschung. Vorausgesetzt ist, dass die Fragen zulässig waren. Unzulässige Fragen müssen nämlich nicht wahrheitsgetreu beantwortet werden.


Zulässige Fragen

  • Fragen zu den persönlichen Verhältnissen, wie z.B.: Wo wohnen Sie, wie alt sind Sie, wie viele Kinder haben Sie ...
  • Üben Sie weitere Beschäftigungen aus? 
  • Alle Fragen zu den beruflichen Fähigkeiten, Kenntnissen, Erfahrungen, nach dem beruflichen
  • Werdegang sowie nach Zeugnis  und Prüfungsnoten
  • Fragen nach früheren Erkrankungen sind nur zulässig, soweit der Arbeitgeber für die Arbeit, den Betrieb und die übrigen Mitarbeiter ein berechtigtes Interesse sieht.
  • Fragen nach bestehenden Krankheiten, soweit ein enger Zusammenhang mit der einzugehenden Arbeit besteht.
  • Steht eine medizinische Operation bevor? 
  • Müssen Sie noch Militärdiensttage leisten? 
  • Haben Sie Vorstrafen? (Nur, wenn dies für die angestrebte Tätigkeit wichtig ist) 
  • Besteht ein Konkurrenzverbot aus der jetzigen/einer früheren Tätigkeit?

Diese Fragen sind nicht zulässig

  • Gehören Sie einer Religion/Partei/Gewerkschaft an?
  • Werden Sie demnächst heiraten?
  • Sind Sie schwanger?
  • Haben Sie Vorstrafen? (Nur wenn es für die angestrebte Tätigkeit nicht wichtig ist)
  • Läuft gegen Sie ein Ermittlungsverfahren?
  • Alle Fragen zum persönlichen Vermögen (ausser wenn es um eine Arbeit mit Umgang mit Geld geht)
  • Wieviel haben Sie zuletzt verdient?
  • Welche Ziele kann ich erreichen?
  • Welche Entwicklungsmöglichkeiten beinhaltet die Position? 
  • Welches sind die wichtigsten Tätigkeiten? 
  • Welche Tätigkeiten sind besonders anspruchsvoll? 
  • Welche Erwartungen werden an mich gestellt? 
  • Wer ist mein Vorgesetzter? Wer ist mir unterstellt? 
  • Wird die Arbeit im Team oder einzeln ausgeführt? 
  • Wie sieht der Arbeitsplatz aus? Kann ich ihn sehen? 
  • Bestehen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten?
  • Werde ich eingearbeitet?
  • Gibt es Karrieremöglichkeiten?
  • Welcher Führungsstil wird gepflegt?
  • Wie sieht das Organigramm (Organisation) aus?
  • Wie viele Mitarbeiter gibt es im Unternehmen?
  • Wie sind die Arbeitszeiten geregelt?
  • Wie funktioniert die Zeiterfassung?
  • Gibt es ein Personalrestaurant?
  • Achten Sie auf ein gepflegtes Erscheinungsbild.
  • Wählen Sie Ihre Kleidung sorgfältig aus, denn in den ersten Minuten entscheidet sich, ob man jemanden sympathisch findet oder nicht.
  • Die Kleidung sollte Ihre Persönlichkeit unterstreichen.
  • Achten Sie darauf, dass die Kleidung zum zukünftigen Arbeitsplatz passt (z.B. Krawatte, Anzug für eine Bank).
  • Entscheiden Sie sich für dezente Farben und geben Sie sich eher etwas konservativer, als es von Ihnen erwartet wird.
  • Frauen sollten nicht versuchen, durch ihre Kleidung aufzufallen. Die Rocklänge also nicht zu kurz wählen.
  • Achten Sie auf eine gepflegte Frisur.
  • Achten Sie darauf, dass Sie sich in Ihrer Kleidung wohl fühlen.

Während dem Vorstellungsgesprächs können Sie jederzeit aufgefordert werden, Ihre Gehaltsvorstellungen mitzuteilen.

  • Vermeiden Sie, im falschen Moment eine Erklärung zu diesem Thema abzugeben!
  • Werden Sie sehr früh nach Ihren Gehaltsvorstellungen gefragt, so können Sie sagen, dass Sie lieber die Tätigkeit ausführlicher besprechen würden, bevor Sie sich äussern.
  • Fragt man Sie nach Ihrem letzten Gehalt, so können Sie sagen, dass Sie gerne in das Gehaltsschema des Unternehmens eingegliedert werden wollen, da die Tätigkeitsbereiche nicht mit einander verglichen werden können.
  • Wird Ihnen ein Angebot gemacht, so lehnen Sie sich etwas zurück und überlegen etwa 30 Sekunden. Meist ist das Angebot das untere Limit, das Ihnen angeboten wird. Warten Sie ein wenig, so kann eventuell eine höhere Zahl genannt werden.
  • Gehen Sie nicht sofort auf das Angebot ein, sondern besprechen Sie den Aufgabenbereich, die Kompetenzen, Verpflichtungen und Leistungen.
  • Danach können Sie Ihr Interesse verlauten und fragen, ob das Angebot noch erhöht werden kann. Geben Sie in jedem Fall an, dass Sie das Angebot nochmals überdenken werden.
  • Zusätzlich zum Grundgehalt können Sie über Nebenleistungen diskutieren. Nebenleistungen sind z.B. Firmenwagen, Umzugsspesen, Zusatzversicherungen, Bonuszahlungen, etc..
  • Wie auch immer das Angebot aussieht, erbitten Sie sich einen Tag Bedenkzeit, aber machen Sie Ihr Interesse deutlich

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